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  • AutorenbildToni Froestl

Eine bewusste, freie Frau...

...ist doch etwas Herrliches. Ein Wortspiel, das ausdrücklich so gemeint ist. Denn eine bewusste, freie Frau ist das Beste, was einem ebenfalls bewussten, freien Mann passieren kann.


Amber Valletta Fotograf unbekannt
Amber Valletta, Quelle: Instagram, Fotograf unbekannt

Deshalb ist dieses Bild, das ich vor einiger Zeit auf Instagram entdeckte, für mich einfach herrlich–fraulich.


Ein Bild für die Ewigkeit mit der Belichtung von Sekundenbruchteilen.

Augenzwinkernd-ernsthaft und gleichzeitig schelmisch-symbolträchtig.

Ein perfekt inszenierter Moment, der eben eine Fotografie unsterblich macht.


Amber Valletta – in sündiges Schwarz gekleidet – hat definitiv etwas ausgefressen. Irgendetwas "Kleines"... vielleicht einen Mann geküsst, den sie nicht küssen durfte, oder gar eine Frau? Irgend so etwas, was gegen die vermeintlich "guten Sitten", die althergebrachten Konventionen verstößt. Und sie weiß das, und es ist ihr aber völlig egal. Sie hatte ihren Spaß und ihr Lächeln dabei ist so selbstbewusst, so charmant und gleichzeitig komplett unschuldig. Sie hat sich in ihren Augen auch nicht "schuldig" gemacht, nur. weil sie angestaubte Regeln brach. Was es auch war, sie bereut nichts, absolut gar nichts.

 

Und das macht den alten Pfarrer – den Ordnungshüter in unschuldigem Weiß – noch wütender, weil sie auf keinen Fall die Büßerin, die Sünderin sein wird, egal, vor welches Tribunal er sie schleppen wird. Sie wird nicht einbrechen, sie wird nicht beichten, sie wird nicht bereuen und um Gnade winseln.


Wie sie auf eine so selbstverständliche und charmante Art zu sich und ihrem eigenen Kodex steht, macht sie für mich unglaublich anziehend, sexy und großartig.

Großartig auch deshalb, weil es für mich die Haltung einer bewussten, freien Frau symbolisiert. Die Haltung einer Frau, die sich nicht in antiquierten Rollenklischees einordnet und sich in einer Art Opfer-Zwangs-Haltung einer mehr oder minder männlich-dominierten Gesellschaft unterwirft. Zumindest einer Gesellschaft, die es zulässt, dass ein von (unverheirateten und keusch lebenden) Männern aufgestelltes Regelwerk für alle Geschlechter Gültigkeit haben soll. Da stimmt doch was vom Grundsatz nicht so wirklich...


Der gestrenge Blick der kirchlichen Ordnungs-Instanz kann sie nicht einschüchtern und konnte sie auch nicht davon abhalten, das zu tun, was sie für sich selbst als richtig und gut ansieht.

Ihre eigene Integrität braucht seine patriarchale Zustimmung – seinen „väterlichen“ Segen nicht.

Er und seine Alt-Herren-Vorstellung von "Moral, Recht und Anstand" haben verloren und werden von Frauen wie Amber ad absurdum geführt. Wer führt nun wen vor?

Das männliche Machtstreben brennt nun seinerseits lichterloh.


Denn sie hat das Spielfeld verlassen. Sie ist nicht mehr das kleine gefügige „Dingchen“ und „Papas süßes Mädchen“, das um jeden Preis gefallen will. Wenn sich eine Frau einmal befreit hat, kann sie nicht dressiert und kontrolliert werden und in bequeme Rollen und manipulativen Mustern gezwängt werden.

Game Over – Ende Gelände.


»Denn – Mann oder Frau – niemand ist da, um Besitz zu sein, um an der Leine geführt zu werden, um Belohnungen bei gutem und Strafen bei schlechtem Benehmen zu bekommen.« Vanessa Florence

Ihre Freiheit als Frau trägt sie selbstbewusst wie eine Monstranz vor sich her – pur, rein, prachtvoll – nur ohne das Brimborium von Glitzer und Gold. Auf das Diadem der ihr zugedachten Disney-Prinzessinnen-Phantasie als einzig erstrebenswertes Lebensmodell kann sie getrost verzichten. Ebenso wie auf den Ritter, den Helden, den Prinzen, der sie aus ihrer unerfüllten Existenz als (junge) Frau errettet und ins Paradies entführt, wo sie – folgsam, sittsam und in ihrem Kleidchen nett anzusehen, aber insgeheim todunglücklich – die Regeln bei Hofe befolgt.


Nein, eine freie, bewusste Frau braucht keinen Messias, keinen Erlöser und keinen Ritter, um sie zu retten. Das hat sie schon selbst erledigt.

Sie ist ihre eigene gereifte Königin – nicht die Deine. Sie ist nicht Dein und Du bist nicht ihr Gebieter, sondern Ihr Kamerad, Gefährte und Komplize. Und umgekehrt genauso.

 

Und das Beängstigendste an einer freien Frau ist zugleich das Schönste. Denn von einem freien Frau Liebe zu bekommen, ist das Erfüllendste, Ehrbarste und Mächtigste, dass Du je erleben wirst.


»Wenn sie Dich wählt, weißt Du, aus jedem Teil ihres Seins ist es ihre Wahrheit. Nicht, weil Du an ihr „gearbeitet“ hast, oder sie dafür beschenkst oder sonst wie entlohnst. Nicht aufgrund von Abhängigkeit oder Bedürftigkeit. Wenn sie mit Dir und bei Dir ist, weißt Du, genau dort möchte sie sein.«

Mein Essay: „Warum eine bewusste, freie Frau das Beste ist, was einem (freien) Mann passieren kann…“ findest Du auf meiner Webseite.







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